1. Klasse Ost: Fürstenfeld/Hartberg – Gleisdorf A

Ich hatte nicht nur Gelegenheit bekommen wieder mal selber am Schachbrett zu sitzen, sondern mir wurde auch die Ehre zuteil die Mannschaftsführung übernehmen zu dürfen.

Da ich mit der eigenen Partie intensivst beschäftigt war (siehe dann Brett 5) kann ich zu den anderen Brettern nur Kurzkommentare liefern.

Brett 1: Unser Punktegarant Daniel FROSCH, bestens gelaunt wie immer, hatte am Schachbrett allerdings diesmal keinen guten Tag. Gegen HOLLAUF Gerd kam er schon aus der Eröffnung schlecht heraus, fand nie richtig ins Spiel und musste somit, zum leichten Schock des Mannschaftskapitäns, dann aufgeben.

Brett 2: Aber schon hier konnten wir ausgleichen, da Dominik PREM einen Kontumazpunkt verbuchen konnte.

Brett 3: Ferdinand „Fernando“ KRISPEL kam wie üblich um 27 Minuten 37,7 Sekunden verspätet zur Partie und musste sich gegen SIEGL Franz gehörig abmühen, um in der längsten Partie des Tages sich ein Remis mit materiellem Nachteil zu erkämpfen. Ein Hoch auf Ferdls Kampfgeist!

Brett 4: Bei gelegentlichem Hinsehen konnte ich erkennen, wie sich der Würgegriff von Roland BUTTENHAUSER um den König seines Gegners POSCH Bernhard immer enger legte. Ein schöner Sieg und ein wichtiger ganzer Punkt für uns war die Folge.

Brett 5: Ich konnte erstmals Albins Gegengambit in einer Meisterschaftspartie erproben. Und mein Gegner GANOTZ Gerald machte genau den Zug, der Schwarz die sofortige Initiative gibt. Wenig später hatte ich die Wahl, die Qualität oder einen ganzen Turm zu gewinnen. Ich entschied mich gefräßig für den Turm – und stand einen Zug später vor dem scheinbar unabwendbaren Damenverlust!!!
Zum Glück sah ich den wirklich allereinzigen Zug, der dies durch Rückgabe einer Leichtfigur verhindert hat. Figur wieder weg, Angriff auch weg, was macht man da? Man spielt auf Teufel Komm Raus, opfert noch einen Springer und bietet zusätzlich ein Qualitätsopfer an.
Welches der vollkommen eingeschüchterte Gegner sich nicht anzunehmen getraute, stattdessen zwei Fehlzüge machte und bei unabwendbarem Matt in Zwei im 20. Zug dann aufgab.
Ich ging an die Bar, bestellte ein Bier und sagte: “Steinitz, schau oba!“

Brett 6: David MAYER hatte mit ZIVKOVIC Mato den Gegner, den eigentlich ich mir gewünscht hatte. Zwecks Begleichung einer „alten Rechnung“…
David hatte das ganze Spiel hindurch die aktivere Stellung, konnte ständig agieren, der Gegner nur reagieren. Durch kontinuierliches Abtauschen von Figuren konnte dieser die Partie aber immer mehr verflachen lassen, sodass David beim wiederholten Remisangebot dann einwilligte.
So blieb Herrn ZIVKOVIC die von mir vorgeschlagen gewesene Änderung seines Vornamens auf einen mittigen Doppelkonsonanten erspart.

Am Ende stand ein verdientes 4 : 2 für unser Team am Spielbericht. Ich möchte mich abschließend bei Daniel FROSCH bedanken dass er unser Team nach Hartberg chauffiert hat.

2 Gedanken zu „1. Klasse Ost: Fürstenfeld/Hartberg – Gleisdorf A

  1. Ein gutes Ergebnis und ein amüsant gespickter Bericht. Wir sehen Hermann hat nichts verlernt. Schachsiege, organisatorisches Talent und auch seine findungsreiche Wortwahl sind Gegenwart!

    1. Einen Plank-Bericht lese ich immer gern:
      Zwischen den Zeile les´ ich heraus, dass dem Hermann a Kampfsieg gelungen ist, an den man gerne denkt / anknüpft …

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