Steirischer Cup: Gleisdorf – Feldbach/Kirchberg I

In der zweiten Runde durften wir die erste Mannschaft der Spg. Feldbach/Kirchberg bei uns im Tennisstüberl begrüßen. Nominell klar überlegen, sollten wir diesen Sonntag einige bange Momente überstehen müssen, bevor am Ende ein klarer Sieg zu Buche stand.

Playing Captain Fred Wegerer stellte mit einem überzeugendem Sieg nach 17 Zügen bereits früh die 1-0 Führung her. Seinen Raumvorteil nutzte er für einen Angriff gegen den schwarzen König, dessen Ende er in der Diagrammstellung

mit 17.Sg6+ einleitete.

In der Zwischenzeit passierte auf den anderen Brettern folgendes: Robert Kreisl opferte nach unorthodoxer Eröffnung einen Bauern für äußerst fragliche Kompensation, während Thomas Manhardt auf Brett 2 voll in die Vorbereitung des Gegners hineinlief. Auf Brett 4 konnte Michael Missethan aus einem Damengambit mit Lf4 (durch Zugumstellung erreicht) langsam aber sicher die Initiative übernehmen.

Während sich die Lage auf Brett 1 von Zug zu Zug verschlechterte (keine Kompensation, dennoch forsch Remis abgelehnt und der schwarze Mehrbauer marschierte bis a2), konnte Thomas Manhardt die Stellung verkomplizieren. In der Folge fand sein Gegner nicht die beste Fortsetzung. Weiß gewann zwar die Qualität, aber zu einem zu hohen Preis. Nachdem alle schwarzen Figuren aktiv ins Spiel eingreifen konnten, war die Partie praktisch zu unseren Gunsten entschieden.

In dieser Situation griff Robert Kreisl zu einem taktischen Remisangebot, in der Meinung, dass in der Stellung durchaus noch Verteidigungsressourcen vorhanden sind. Im Nachhinein stellte sich heraus, dass Schwarz total auf Gewinn steht und man kann Johann Hadler nur zu dieser hervorragend gespielten Partie gratulieren, die er wohl verdient gewonnen hätte, wäre er der Verlockung des Remisangebots nicht erlegen.

Michael Missethan zeigte im Endspiel dann die Überlegenheit des Läuferpaars gegen zwei Springer lehrbuchartig auf, auch Thomas konnte die Angriffsstellung dann souverän verwerten und damit das schmeichelhafte Endergebnis von 3½:½ aus unserer Sicht fixieren.

Nicht unerwähnt sollte der Kampfgeist der Feldbacher bleiben, ganz besonders auf Brett 1 und 2 wo sie ihren um knapp 500 Elopunkten stärkeren Gegner viele, ja fast zu viele, Probleme stellen konnten.

Bericht: Robert Kreisl

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