1. Klasse Ost: Spg. Bad Gleichenberg-Mureck – Gleisdorf A

Frühjahrsauftakt in der 1. Klasse: Am 21.01.2017 fand die 5. Runde der laufenden Meisterschaft am Programm.

Auch diesmal durfte ich als Playing-Captain eine Mannschaft organisieren. Durch gute private und geschäftliche Kontakte konnte ich Dieter Grivec als zusätzlichen Kreisgastspieler gewinnen. Nach Jahrzehnten gab es für Dieter ein Comeback im „Dress“ der Gleisdorfer Schachmannschaft. Der stets zu Späßen aufgelegte Schachfreund bezeichnete sich selbst als Greisgastspieler. Das sollte seinen Kampfgeist nicht hindern. Aber der Reihe nach:

Brett 1: Albert Lupinski (1736) – Daniel Frosch (1844) 0 : 1
Als Nachziehender konnte Daniel am Spitzenbrett bereits sehr früh viel Druck aufbauen und einige Drohungen aufstellen. Sein Gegner parierte aber gekonnt. Als sich eine Punkteteilung abzeichnete, stellter der Südsteirer eine Figur ein.

Brett 2: Ferdinand Krispel (1744) – Johann Leitgeb (1611) ½ : ½
Diesmal hatte Ferdl zeitliche Probleme „anderer“ Art. Ein wichtiger zusätzlicher Termin stand am Spieltag um 18:00 Uhr am Programm. Dies hinderte ihn aber nicht, die seiner Spezifikation nach notwendigen 15 Minuten zu spät zu kommen. Nach solider Eröffnungsbehandlung, allzu schnell spielte Ferdl nicht, kam es auch hier zu einer ausgeglichenen Stellung. Ein Remisangebot lehnte sein Gegner ab und gewann einen Bauern. Diesen konnte Ferdl aber im Übergang zum Endspiel zurück gewinnen. Nun war die Punkteteilung fixiert.

Brett 3: Hans Eberhard (1472) – Dieter Grivec (1690) ½ : ½
Eine dramatische Partie. Dieters Kontrahent opferte gekonnt eine Leichtfigur, erhielt total starken Angriff und zeitweise bis zu drei Bauern. Es hatte den Anschein, dass die Partie für Dieter nicht mehr zu halten war. Er konnte aber viele gefährliche Drohungen gekonnt parieren. Schließlich wurde mit Dauerschach das Remis erreicht.

Brett 4: Claus Schwarz (1463) – Hermann Stallinger (1376) 1:0
Nach einigen „Schwarzpartien“ konnte ich endlich wieder mal den Anzugsvorteil nutzen. Durch einige passive Züge (z.B. recht früh h6 im Sizilianer) konnte ich bald Vorteil erlangen. Nach einem Bauernopfer mit anschließendem Qualitätsopfer befanden sich alle Figuren des Gegners (2 Türme und Springer) auf der Grundreihe und die Dame wurde auf h7 abgedrängt. Schließlich konnte ich mit einem Abtauschtrick die Dame gegen Turm gewinnen. Der Sieg war eine logische Folge.

Brett 5: Andreas Lackner (1311) – Josef König (1452) 0:1
Sepp war von einer überstandenen Grippe etwas geschwächt. Er fand erst recht spät zu gekonntem Spiel. Zuerst büsste Sepp die Qualität ein. Ob dies ein Nachteil war, wird „Fritz“ beweisen müssen. Schließlich nutzte Sepp die schwache Königsstellung eklatant aus und fixierte einen verdienten Sieg.

Brett 6: David Mayer (1117) – Thomas Fugger (0) 1:0
David zeigte wieder enormen Siegeswillen. Nach ca. 10 Zügen opferte er einen Bauern, wodurch er eine Figur erwirtschaftete. Nach einigen passiven Zügen seines Gegners erreichte David eine Stellung wie „Gott in Frankreich“. Schließlich kam noch zwischenzeitlich eine 2. Figur hinzu. Etwas Sorglosigkeit und unser Spieler kam etwas in Bedrängnis, rettete sich aber gekonnt in ein Endspiel mit Mehrfigur. Schließlich wurde der verdiente Sieg fixiert.

Mit diesem klaren Auswärtserfolg im Ausmaß von 5: 1 werden wir wohl etwas in der Tabelle vorklettern. Wir alle freuen uns schon auf die nächste Begegnung.

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