1. Klasse Ost: Gleisdorf B – Hartberg-Fürstenfeld

Mit einer starken Mannschaft wollen wir unseren zweiten Platz gegen den Dritten der Tabelle absichern. Nach der Aufstellung sind wir klarer Favorit. Und dann kommt alles anders.

Unsere Gegner beginnen das Spiel mit drei Spielern – die nächsten drei kommen erst 20 Minuten später. Kurz der Spielverlauf.

Brett 2: Winkler Anton (1798) gegen Hollauf Gerd (1675)
Anton startet die Uhr und wartet 20 Minuten auf seinen Gegner. Der kommt, macht seinen ersten Zug und schon gibt die Uhr den Geist auf. Ok, kann ja mal passieren! Ich gebe den beiden gleich eine neue Uhr und weil ich mir langes Einstellen ersparen will starten beide mit vollen zwei Stunden! Da hab ich dem Gegner 25 Minuten geschenkt. Die beiden spielen aber nur 16 Züge und schon wieder versagt die Uhr! Jetzt ist die Konzentration endgültig abgerissen – die zwei einigen sich schnell auf ein Remis.

Brett 1: Flitsch Günther (1887) gegen Posch Siegfried (1776)
Nach einer guten Eröffnung findet Günther leider nicht die richtige Idee für eine sichere Fortsetzung. Letztlich blieb ihm ein schwacher Bauer, dafür aber gutes Spiel am Königsflügel. Da in dieser Stellung kaum auszurechnen war wie das enden wird, haben sich die zwei auf ein Remis geeinigt.

Brett 6: Höher Horst (1473) gegen Ganotz Gerald (1334)
Horst opfert einen Bauer um sehr schnell aktiv zu werden. Er findet aber nicht die richtigen Züge und vergibt seinen Entwicklungsvorteil. Im Endspiel fehlt dann der geopferte Bauer – das Spiel ist nicht zu retten. Er verliert.

Brett 3: Amtmann Franz (1764) gegen Siegl Franz (1631)
Wir kennen uns schon lange und wollen auch diesmal wieder eine spannende Partie spielen. Nach einigen Eröffnungszügen spiele ich die bekannte Eröffnung nicht weiter, sondern stelle die Dame voreilig auf d2. Damit blockiere ich mich selbst. Einige Züge später kostet mich das einen Bauer. Danach tauscht mein Gegner meine aktiven Figuren und nutzt meine Schwächen. Im Endspiel verliere ich deshalb noch einen Bauern. Heute hat mein Gegner den Sieg verdient! Erst haben mich nur die Uhren geärgert – jetzt ärgere ich mich über meine Niederlage – es steht 1:3 – klar auf Verlust!

Brett 4: Schranz Martin (1732) gegen Marakovits Nico (1384)
Unser Gastspieler unterschätzt seinen jungen Gegner nicht. Er spielt sehr vorsichtig und konzentriert. Im Mittelspiel sehe ich als Brettnachbar noch keinen Vorteil. Nachdem meine Partie bereits verloren war kommt hier das Endspiel. Und da zeigt sich wie gut Martin voraus gerechnet hat. Zwei Bauern überrennen die Verteidigung – sein Gegner gibt auf. Jetzt liegen wir noch 2:3 im Rückstand!

Brett 5: Majkovski Sarah (1482) gegen Marakovits Klemens (1376)
Sarah hat in der Eröffnung einen Bauer verloren. Sie kämpft sich aber ins Spiel zurück. Nachdem die anderen Partien bereits beendet sind, liegt es jetzt nur an ihr! Noch immer ein Bauer weniger am Brett, aber 2 schwache Bauern beim Gegner. Aber nur noch 4 Minuten sind bei Sarah auf der Uhr. Das halten meine Nerven nicht aus – ich gehe in den Analyseraum um mich kurz zu erholen. Nur wenige Minuten später wird es laut im Spielsaal – auch die letzte Partie ist beendet! Sarah hat mit ihrem Sieg auch der Mannschaft das 3:3 gerettet!

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