1. Klasse Ost: Gleisdorf B – Hartberg/Fürstenfeld

Im letzten Spiel können wir nur mit einem Sieg vom letzten Tabellenplatz wegkommen.

Unser Gegner kommt zur gemeinsamen Schlussrunde nur mit fünf Spielern nach Leitersdorf. Das erhöht unsere Chancen. Ich kritisiere meinen Gegner – „weil ihr nicht anruft, muss jetzt unser Horst fünf Stunden unnötig herumsitzen!“ Als Wiedergutmachung wird uns angeboten „macht eine neue Aufstellung, damit einer heimfahren kann“. So fahre ich mit meiner Freundin nach Pertlstein zu einem Fußballspiel. Ihr Sohn gewinnt 2:0!

Spielverlauf:
Brett 1: Krispel Ferdinand Mag. (1752) – Siegl Franz (1634)
Schon nach wenigen Zügen haben beide rochiert – und am Damenflügel werden viele Figuren abgetauscht. So kommt es sehr schnell zu einem Endspiel – beide mit weißem Läufer + Springer + 6 Bauern. Ferdinand versucht seinen kleinen Vorteil, einen gedeckten Freibauer, zu nutzen. Franz hält lange dagegen. Erst nach 80 Zügen verliert er einen Bauer. Gegen zwei Freibauern sieht er keine Chance und gibt auf. 1-0

Brett 2: Hollauf Gerd (1635) – Höher Horst (1543)
Nach der kurzen Rochade greift Gerd sofort am Königsflügel an. Leider übersieht Horst einen Gegenschlag. Im 13. Zug konnte er seinen schwachen Läufer gegen den anstürmenden Springer tauschen und danach mit der Dame durch einen Schach-Doppelangriff einen Bauer gewinnen. Nur verteidigen war diesmal zu wenig. Der Angriff wurde zu stark. Trotz guter Gegenwehr war nichts zu machen. 1-0

Brett 3: Hermann Plank (1506) – -K-
Durch unsere neue Aufstellung kam hier unser Plank Hermann zu einem Punkt (wie die Jungfrau zum Kind!) 1K-0K

Brett 4: Deutsch Markus (1596) : König Josef (1494)
Nach der Eröffnung schaut alles nach einem ruhigen Remis aus. Je länger das Spiel aber dauert, desto kräftiger wird der Angriff. Josef findet aber immer wieder einen letzten Verteidigungszug. Nur sein gedeckter Springer in der Hälfte des Gegners hält die Stellung. Deshalb muss sein Gegner umbauen – und das nutzt Josef zu einem Gegenschlag. Erst droht er mit einem Damentausch – sein Gegner weicht zurück. Danach findet Josef mit jedem Zug eine weitere Drohung. Der Gegner muss abtauschen und übersieht dabei eine Springergabel mit Turmgewinn! Ein toller Kampf! 0-1

Brett 5: Majkovski Sarah (1277) – Zivkovic Mato (1273)
Sarah spielt nach ihren starken Leistungen bei der Staatsmeisterschaft sehr selbstbewusst. Sie lässt keinen Zweifel aufkommen – sie greift an. Aber ihr Gegner spielt stärker als erwartet. Er lässt keinen echten Vorteil zu. So kommt es nach vielen Versuchen von Sarah doch zu einer Punkteteilung. ½-½

Brett 6: Gorke Peter (0) – Kulmer Manuel (1273)
Manuel gibt sich mit Abwarten nicht zufrieden. Nach 20 Zügen sind die Zwei bereits im Endspiel. Manuel hat nur einen kleinen Vorteil – in der fast geschlossenen Bauernkette hat der Gegner einen Doppelbauer den er mit dem gedeckten Springer schützen muss. Obwohl er dadurch mit dem König aktiver ist, findet er doch keinen Weg hinter die Bauern des Gegners. Ungefährdet gibt er später ein Remis. ½-½

Mit diesem tollen Sieg schiebt sich meine Mannschaft doch verdient auf den 7. Tabellenplatz.

Gleisdorf A wird durch den Sieg von Bad Gleichenberg gegen Vorau doch noch klar zum Meisterschaftssieger.
Somit kann ich all meinen Spielern zu ihren Erfolgen gratulieren.

In diesem Meisterschaftsjahr hat unser Verein alle (hoch gesteckten) Ziele erreicht. Danke an alle, die an diesem Erfolg mitgeholfen haben.

2 Gedanken zu „1. Klasse Ost: Gleisdorf B – Hartberg/Fürstenfeld

  1. Spannender Bericht. Wie immer habt ihr gut gekämpft. Der bislang letzte Tabellenplatz war wirklich auch mit etwas Pech begleitet. Immerhin habt ihr drei Partien mit 2,5 : 3,5 verloren.

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