1. Klasse Ost: Bad Gleichenberg – Gleisdorf B

In diesem Spiel geht es nicht um die Führung in der Meisterschaft. Trotzdem ist das Ergebnis wichtig. Unser Gegner will sich im Mittelfeld halten – und wir wollen den letzten Platz abgeben.

Schon bei der Aufstellung gibt es Probleme. Walter lässt sich nicht überreden – er bleibt bei seinem Entschluss – „spiele nicht mehr Turnier und Meisterschaft“. Damit fehlt uns ein starker Spieler für das erste Brett. David muss als einziger Ersatzspieler einspringen. Kurz vor Spielbeginn kommt dann auch noch die Absage von Sarah – sie ist krank. Aber zu meinem Glück kommt unser Muschelexperte Horst gerade rechtzeitig zurück von seinem Winterquartier – und springt für Sarah ein.
Spielverlauf:

Brett 1: Lupinski Albert (1735) : Amtmann Franz (1783)
Die italienische Partie ist lange ausgeglichen. Da mein Gegner aber die lange Rochade wählt, wird der Angriff forciert. In einem spannenden Mittelspiel gelingt mir ein gefährlicher Gegenangriff mit Dame und Läufer. Ich finde aber den Siegeszug nicht. So kommt es zum Abtausch vieler Figuren – und einem Endspiel mit verschiedenfärbigen Läufern. ½:½

Brett 2: Leitgeb Johann (1678) : Krispel Ferdinand (1742)
Ferdl setzt seinen Gegner von Anfang an unter Druck. Im Mittelspiel macht sein Gegner einen kleinen Fehler – und plötzlich bricht die Verteidigung zusammen. Er gibt auf. 0:1

Brett 3: Riz Peter (1603) : Höher Horst (1543)
Wie am zweiten Brett kommt auch in dieser Partie Weiß zu einem starken Angriff. Aber durch den Angriff wird auch die eigene Verteidigung geschwächt. Horst versucht einen Gegenschlag. Er schafft aber kein Matt. Dafür ist jetzt sein König sehr alleine – und sein Gegner findet das Matt. 1:0

Brett 4: Eberhard Hans (1404) : König Josef (1494)
Im Mittelspiel ist noch alles offen – ausgeglichen. Was dann passiert ist kann ich nur vermuten – Josef wird nachlässig und vergeigt die Partie. 1:0

Brett 5: Stallinger Hermann (1278) : Kulmer Manuel (1273)
Eine schöne offene Partie. Manuel macht im Mittelspiel etwas mehr für den Angriff und steht sehr gut. Danach muss er einen groben Fehler gemacht haben – denn kurz später hat er das Ergebnis gemeldet. 1:0

Brett 6: Lupinski Georg (1120) : Mayer David (0)
David unser neuer Vereinsspieler schafft auch diesmal eine gute Eröffnung und steht ohne Probleme im Mittelspiel. Dann aber rächt sich seine Unsicherheit. In der Stadtmeisterschaft hat er gegen Harald Goeslbauer nur verloren weil er einen Doppelangriff mit Schach übersehen hat. Diesmal nimmt er den wichtigen Zentrumsbauer nicht mit dem Springer – er fürchtet die Fesselung (und Verlust) durch den Turm. Leider kostet das seinen Sieg! Seinen Springer hätte er mit einem Doppelschritt seines Freibauern gerettet! Schade, 1:0

Das Endergebnis 4½:1½ ist eine klare Niederlage – in dieser Höhe aber keinesfalls verdient. Mit etwas Glück hätten auch wir als Sieger…… „aber das ist eine andere Geschichte“ (Selfman/Heimwerkerserie)!

Auch wenn wir nicht gewonnen haben – der Einsatz hat gestimmt. Danke Jungs!

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