Kreisliga Süd: Pinggau-Friedberg – Gleisdorf

Durch die Terminüberschneidung mit der Bundesliga Mitte und des zusätzlichen Ausfalls von Sonny gingen wir mit einer ersatzgeschwächten Mannschaft in die Begegnung gegen Pinggau-Friedberg. Das Ziel waren zumindest vier Punkte, um punktegleich gegen Bärnbach in das direkte Duell zu gehen.

Brett 1: Rohler Siegfried (2169) – Missethan Michael (2085)
Mikey erreichte in einer Nebenvariante der Caro-Kann-Verteidigung eine angenehme Stellung. Siegi Rohler fand allerdings ein interessantes und wohl auch korrektes Figurenopfer, das bei genauem Spiel zum Sieg reichen sollte. Mikey verteidigte sich allerdings zäh, und Siegi fand am Brett keinen überzeugenden Gewinnweg. Er entschloss sich dazu, die Figur zurückzugewinnen, wonach sich ein Doppelturmendspiel ergab, in dem Weiß vorübergehend einen Mehrbauern hatte, der aber durch die aktiven schwarzen Türme nicht gehalten werden konnte. Damit endete die Partie remis.

Brett 2: Walzl Martin (2101) – Steiner Peter (1986)
Martin lehnte im Mittelspiel in einer ungefähr ausgeglichenen Stellung aus matchtaktischen Gründen ein Remisangebot ab. Es ergab sich eine Stellung, die für Weiß etwas angenehmer zu spielen war. Nach einem groben Fehler seines Gegners in der Zeitnot konnte Martin die Partie für sich entscheiden.

Brett 3: Schieder Josef (2033) – Ebner Walter (2135)
Walter spielte in der Eröffnung ein interessantes Bauernopfer, allerdings verließ ihn dann der Mut und er bot in unklarer Stellung im zehnten Zug remis, was sein Gegner auch annahm.

Brett 4: Knoll Martin (2018) – Korn Andreas (2006)
Knolli wählte wieder sein Haus-und-Hof-Blackmar-Diemer-Bauernopfer. Diesmal war der Gegner allerdings nicht so kooperativ wie der Stainzer Spieler in der Vorrunde und wählte einen sehr soliden Aufbau. Knolli hatte wohl etwas Kompensation für den Bauern, aber wohl nicht genug, um das Remisangebot seines Gegners abzulehnen.

Brett 5: Gaal Alexander (1893) – Bloder Felix (1845)
Felix zeigte uns eine sehr originelle Behandlung seiner Partie. Er riss nach einem Bauernopfer seines Gegners seinen Königsflügel mit h6, g5 auf, kam dadurch aber in einen fürchterlichen Angriff. Immerhin bewies Felix Galgenhumor mit einem König auf e5 und allen anderen Figuren noch in der Ausgangsposition. Die gegnerischen Schwerfiguren hatten gegen den „Aktivkönig“ viel Spaß und die Partie endete rasch mit einem verdienten Sieg des Friedberger Spielers.

Brett 6: Sailer Werner (1834) – Korn Johann (1816)
Auf Brett 6 ergab sich das dritte Kurzremis in dieser Runde. Werner einigte sich mit seinem Gegner auch im zehnten Zug auf ein friedliches Ende der Partie.

Brett 7: Borhy Marcell (1841) – Amtmann Franz (1792)
Franz hatte gegen seinen jungen ungarischen Gegner einen schweren Stand. Er kam nach der Eröffnung in eine sehr passive Stellung und konnte auch nie ein echtes Gegenspiel erlangen. Sein Gegner wickelte in ein Endspiel mit starkem Läufer gegen schlechten Springer ab und konnte den Vorteil mustergültig verwerten.

Brett 8: Kulmer Manuel (1237) – Böheim Paul (987)
Manuel konnte in seiner Partie nach einem Qualitätsgewinn den materiellen Vorteil souverän und sicher verwerten und somit den zwischenzeitlichen Gleichstand wiederherstellen.

Damit endete der Wettkampf 4:4 – Minimalziel erreicht! Wir sind nun vor dem Schlagerspiel in der 10. Runde punktegleich mit Bärnbach, allerdings dank der besseren Zweitwertung noch Tabellenführer.

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