Kreisliga Süd: Pinggau/Friedberg – Gleisdorf

Nach dem glamourösen Sieg gegen Voitsberg war der Klassenerhalt so gut wie gesichert und wir konnten ganz ohne Druck zur letzten Runde anreisen. Unser Gegner diesmal war der noch abstiegsgefährdete Verein aus Pinggau/Friedberg. Demnach war uns klar, dass dieser höchstwahrscheinlich mit einer sehr guten Mannschaft antreten wird, eine spannende Begegnung war also vorprogrammiert.

Brett 1: CM Brod Manfred DI (2228) – Schriebl Alexander (2084) 1-0
Alex kam in der Eröffnung in seinen Skandinavier, doch anscheinend musste ihm ein Fehler unterlaufen sein, denn diese Partie war bereits sehr früh zu Ende, was zugleich den ersten Punkt für Pinggau/Friedberg bedeutete.

2015_04_18_bild8

Brett 2: MK Wallner Walter Dr. (1871) – Korn Andreas (1934) ½-½
Walter erhielt nach der Eröffnung die aktivere Stellung mit etwas Raumvorteil, wodurch er das Remisangebot des Gegners ablehnte. Im Endspiel mit jeweils einem Turm und einer Leichtfigur, hatte Walter zwar einen Mehrbauern, jedoch war die Bauernstruktur sehr unvorteilhaft für ihn, wodurch er durch genaues Spielen noch ein Remis erspielen konnte. Diese Partie war zugleich die längste der Begegnung.

Brett 3: Steiner Peter Philipp DI (1875) – Bloder Felix (1831) 0-1
Am Tag zuvor wurde Herr Missethan, der zur selben Zeit in der Bundesliga Mitte agierte, auf seine Partie im Training vorbereitet. Der aufmerksame Maschinenbaustudent erkannte, dass er in eine Zugumstellung kam und so konnte er mit seinem Theoriewissen brillieren. Sein Gegner musste sehr viel Zeit aufwenden, wodurch ihm für die letzten 15 Zügen lediglich 2 Minuten blieben. Diese Zeitnot konnte Felix gekonnt ausnutzen und erwirtschaftete sich ausreichend Materialvorteil um einen ganzen Punkt einzufahren.

2015_04_18_bild4

Brett 4: Prem Dominik (1807) – Gaal Alexander (1870) ½-½
Diese Partie war von sehr viel Taktik geprägt wodurch ich sehr viel Zeit investieren musste. Mein Gegner verschenkte einige Tempos, wodurch ich zum Angriff schreiten konnte. Als ich dann seine Königsstellung geöffnet hatte, blieb mir sehr wenig Zeit für die restlichen Züge, wodurch ich den/die Finisher verpasste und in ein sehr interessantes Endspiel kam, welches dann Remis endete.

Brett 5: Steinacher Hermann (1803) – Gölles Herbert (1783) 0-1
Herbert spielte wieder seine klassische Pirc – Verteidigung, sein Gegner aber machte zwar keine großen Fehler, verbrauchte jedoch sehr viel Zeit. Dies war mitunter auch der Grund, weshalb Herbert die Remisofferte ablehnte. Danach entwickelte sich eine durchaus zweischneidige Partie, wo lange Zeit auch der Weiße mitspielen konnte. Doch Herbert konnte mit einem Bauernopfer die Stellung kompliziert halten, als es dann den Anschein machte Herbert hatte den Gewinnweg gefunden, fiel bei seinem Gegenüber die Klappe im 26. Zug.

Brett 6: Amtmann Franz (1754) – Korn Johann (1831) 1-0
Franz hatte diesmal einen guten Tag, denn von Anfang an überspielte er förmlich seinen Gegner, als es dann schon den Anschein hatte, als würde Franz bald matt setzten, erwies sich der Gegner zum Schluss noch mal als zäh, trotzdem hatte Franz im Endspiel eine Leichtfigur und einen Bauern mehr und gab den Sieg nicht mehr aus der Hand.

2015_04_18_bild1

Brett 7: Lechner Gernot (1770) – Sarah Majkovski (1280) 1-0
Sarah spielte eine gute Eröffnung, jedoch verpasste sie es zu rochieren, dadurch wurde auch aus ihrem Angriff nichts. Aufgrund der schlechten Königsstellung verlor sie auch einige Bauern, daher war die Niederlage im Endspiel unausweichlich.

Brett 8: Hörmann Philipp (987) – Krautgartner Johannes(1117) 0-1
Philipp, der seinen Sprung in die Aufstellung, am Tag zuvor gefeiert hatte, war top motiviert. Er spielte auch eine gute Eröffnung und war im Doppelturmendspiel eine Qualität vorne, doch diese hat er leider eingestellt. Danach kamen auch noch ein paar Bauern hinzu und als er dann vielleicht sogar noch Remischancen hatte, machte er leider den Fehler und tauschte die Türme ab. Danach konnte sein Gegner einfach mit dem Bauern einziehen. Somit muss auch Projekt 1000 verschoben werden.

Dies ergab einen Endstand von 4-4, mit diesem Ergebnis waren wohl beide Seiten zufrieden.

Einen großen Dank an Herbert, der neben seiner Partie auch noch einige Fotos von dem Schachspektakel in Fürstenfeld geschossen hat. Auch die Gleisdorfer in der Bundesliga Mitte haben trotz eines unglücklichen Kontumazpunkts ein Unentschieden erreicht.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.