Kreisliga Süd: Gamlitz – Gleisdorf

Nach der Niederlage gegen Bärenbach am 17.1, hatten wir mit Gamlitz einen von der Papierform her noch stärkeren Gegner und da wir ohne Jugendspieler angereist waren, starteten wir bereits vor Spielbeginn mit 0-1, aber wenn man eines wissen muss dann, dass man die Gleisdorfer nie abschreiben darf.

Brett 8: Brett nicht besetzt – Pittino Pascal (1609)
Leider fand keiner unserer Jugendspieler Zeit um am Samstag zu spielen, somit blieb unser achtes Brett frei und die Mannschaft aus Gamlitz startete mit einem Punkt, daher stand es bereits um 15:00 Uhr 1-0 aus Sicht der Heimmannschaft.
Zwischenstand: Gamlitz: 1 ; Gleisdorf: 0

Wer dann dachte, dass es einige „Remisschieber“ gab, der irrte sich gewaltig, denn jeder versuchte seine Partie zu gewinnen.

Brett 7: Knaus Otto (1929) – Buttenhauser Roland (1774)
Roland spielte diesmal eine sehr gute Partie und kam gut aus der Eröffnung, er ergriff die Initiative und machte dem Gegner klar, dass er auf Sieg spielen will. Es schien als würde ihm das gelingen, doch spielte er eine falsche Zugfolge, wodurch sein Gegner noch ein Remis erreichen konnte.
Zwischenstand: Gamlitz: 1,5 ; Gleisdorf: 0,5

Brett 6: Prem Dominik (1797) – Pfundner Klaus (1938)
Ich erhielt nach einem Vorstoßfranzosen eine passive Stellung. Um etwas Aktivität zu erlangen versuchte ich die Stellung zu öffnen, doch mein Gegner tauschte viele Figuren ab und verhinderte das Öffnen der Stellung, wodurch für beide Seiten nicht mehr als ein Remis herausschaute.
Zwischenstand: Gamlitz: 2 ; Gleisdorf: 1

Brett 2: Schriebl Alexander (2018) – FM Perhinig Robert Mag. (2272)
„Fidemeister, wos is des?“, so in etwa kann man sich diese Partie vorstellen, denn Alex konnte bereits rasch eine Figur gewinnen und erhielt trotzdem die bessere Stellung. Er spielte aggressive weiter und sein Gegner erlag schließlich dem Angriff.
Zwischenstand: Gamlitz: 2 ; Gleisdorf: 2

Brett 3: FM Kastner Walter (2204) – Knoll Martin (1974)
Martin spielte ganz unbeeindruckt von der Elozahl seines Gegners drauf los. Nach der Eröffnung entstand eine unklare Stellung, wobei Martin mit einigen Hebeln die Möglichkeit gehabt hätte die Stellung zu öffnen. Martin war sich jedoch nicht sicher ob diese Hebeln auch wirklich gut für ihn sind, daher spielte er diese nicht. Als beide nur mehr einen Turm eine Leichtfigur und ein paar Bauern mehr hatten und keiner mehr etwas riskierte war ein Remis unausweichlich. Am Ende kannte man Martin jedoch an, dass er mit dem Remis nicht zu 100% zufrieden war.
Zwischenstand: Gamlitz: 2,5 ; Gleisdorf: 2,5

Brett 5: Thalmeier Bernd (1962) – Bloder Felix (1809)
Felix nahm ein Bauernopfer seines Gegners in der Eröffnung an, erhielt dafür jedoch eine schlechte Stellung. Sein Gegner erhielt jedoch, wahrscheinlich genug Kompensation. Felix musste dann die ganze Partie über verteidigen. Als er dann, seiner Meinung nach, alle Angriffsmöglichkeiten abgewehrt hat, übersah er leider eine Mattkombination und verlor die Partie.
Zwischenstand: Gamlitz: 3,5 ; Gleisdorf: 2,5

Brett 4: Bloder Florian (1875) – Benedikt August (2030)
Florian überspielte seinen Gegner regelrecht, jedoch nahm seine genaue Spielweise sehr viel Zeit in Anspruch. Durch eine taktische Kombination konnte er die Dame für Turm und Leichtfigur gewinnen, jedoch musste er auf einen weit vorgerückten Freibauern aufpassen. Sein Gegner rückte aber nie mit seinem Freibauern weiter und so machte Florian in der Zeitnot alles richtig, er kreierte selbst einen Freibauern und rückte mit diesen immer weiter voran. So musste sein Gegner aufpassen, dass Florian nicht eine zweite Dame aufstellt. Dadurch konnte Florian zuerst den gegnerischen Freibauern gewinnen und danach matt setzten.
Zwischenstand: Gamlitz: 3,5 ; Gleisdorf: 3,5

Brett 1: FM Gruskovnjak Tomislav (2334) – NM Manhardt Thomas Mag. (2257)
Somit lag der ganze Druck bei unserem Kreisgastspieler. Eine Stellungseinschätzung übersteigt wohl meiner schachlichen Kompetenz, ich kann lediglich sagen, dass sein Gegner in einem Endspiel mit Turm und zwei Leichtfiguren, das Läuferpaar und einen Mehrbauern hatte. Da ahnte ich Böses, als dann noch der zweite Bauer fiel, konnte Thomas den gegnerischen Sieg nicht mehr verhindern. Nach der Partie meinte er, dass er gute Remischancen gehabte hatte.

Endstand: Gamlitz: 4,5 ; Gleisdorf: 3,5

Trotz der Niederlage kann man mit den Einzelergebnissen zufrieden sein, trotzdem ist es schade, wenn man so knapp verliert.

3 Gedanken zu „Kreisliga Süd: Gamlitz – Gleisdorf

  1. Auch wenn es dafür keinen Mannschaftspunkt gibt – eure Leistung war einfach „Spitze“! Nach so einer Niederlage könnt ihr euch wie echte Sieger fühlen. Weiter so!

  2. Ein wirklich toller detaillierter Bericht vom heldenhaften, leider unbelohnten Kampf.
    Weiter so, dann kommen auch die notwendigen Punkte

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