1. Klasse Ost: Vorau – Gleisdorf

Durch Verhinderung von Franz schlüpfte ich in die Rolle des Mannschaftsführers, aber auch in die des Punktelieferanten. Etwas spät mein Bericht von der 7. Runde.

Schon vor einiger Zeit hatte ich die glorreiche Idee, einmal eine taktische Aufstellung zu probieren. Vorau hat ja mit FM Pergel ein sehr gutes 1. Brett, und dieser Spitzenspieler wurde ja auch (fast) immer eingesetzt. Unser Dr. Walter Wallner hat schon einige recht ansprechende Partien gegen den Ungarn bestritten, jedoch ohne Punkteerfolg. So entschlossen wir uns, das 1. Brett frei zu lassen und zu fünft die Reise nach Vorau anzugehen. Wir waren durchaus optimistisch. Leider wurden wir eines besseren belehrt.

Walter hatte mit den weißen Steinen den Taktiker Spataroiu zu bekämpfen. Er erzielte eine gute Stellung, konnte die Damen abtauschen und zwei Bauern erobern. Für mich war es nur eine Frage der Zeit, wann der Punkt eingefahren wird. Doch plötzlich begannen des Gegners (wenige) Bauern zu laufen und die Damenumwandlung war nicht zu verhindern. So musste sich Walter unglücklich geschlagen geben.

Ferdinand Krispel, geriet gegen Voraus Routinier Seebacher in eine schwierige Verteidigungsstellung, die durchaus zu halten war. Angeblich sah aber Ferdl Gespenster und holte zu einem Befreiungsschlag aus. Die taktischen Verwicklungen konnte sein Kontrahent erkennen, sodass auch hier die Niederlage nicht zu verhindern war.

Am 5. Brett konnte ich als Nachziehender auch keine gute Stellung erreichen. Ich spielte meist mit dem Rücken zur Wand. Als ich dann die Möglichkeit hatte, zwei Türme gegen die Dame zu tauschen, was sicherlich (mindestens) einer Punkteteilung bedeutet hätte, hatte ich Angst vor einer Bauernumwandlung und fand nur mehr schlechte Züge und der Verlust war unweigerlich.

Kommen wir zu unseren erfolgreichen Punktesammlern. Roland Buttenhauser (die Anreise mit dem komfortablen Audi-Schlitten war einfach super) opferte die Dame gegen zwei Leichtfiguren, gewann zusätzliches Material durch gekonnte Angriffszüge und konnte schließlich (auch durch Mithilfe des Gegners) ein Mattnetz aufziehen und gewinnen.

Josef König hatte auch eine turbulente Partie. Hier wechselte sich mehrmals Vor- und Nachteil. Anfangs gefiel mir die Stellung von Sepp sehr gut. Allerdings ging bald ein Bauer verloren. Schließlich konnte aber Josef König eben seinen König aktivieren und das Bauernendspiel gewinnen.

In Summe eine unnotwendige Niederlage, die mit 2 : 4 relativ hoch ausfiel. Damit haben wir wohl auch eine gute Platzierung in der 1. Klasse verwirkt. Wir hätten mit einem Aufstiegsplatz, unserer Südligamannschaft wohl etlicher Sorgen behoben.

Ein Gedanke zu „1. Klasse Ost: Vorau – Gleisdorf

  1. Spät aber gut – danke Claus! Das Ergebnis schaut schlechter aus als es ist – nur ein Spiel hätte umgekehrt enden müssen, und schon hätten wir ein 3:3! Auch Deine Aufstellung war richtig – ohne Walter (der nicht auf Brett 1 spielen wollte), hätten wir gar keine Chance gehabt – auch nicht wenn ich eingesprungen wäre. Nur weiter so – dann wird sich auch der Erfolg einstellen!!!

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