Kreisliga Süd: Gleisdorf – Pinggau/Friedberg

Martin, Robert und ich haben alles gut vorbereitet – und dann kommt alles anders.

Schon um 12:45 sitze ich im „Sportlerbus“ – da ist noch genug Zeit für ein gutes Mittagessen. Während ich noch die Nachspeise genieße, läutet das Telefon – und Felix erinnert mich, dass es bereits 13:30 ist – Abfahrtszeit beim Tennisstüberl! Ich hole noch Manuel beim Figaro – mit 10 Min. Verspätung komme ich zu Felix. Da holen wir noch schnell die 4 Garnituren – aber unser Thomas (Sonny) hat die Uhren nicht zurückgebracht! Also wieder zurück zum Europahaus – aber auch da ist keine elektronische Uhr – dabei habe ich am Montag einen Koffer mit Uhren ins Europahaus gebracht – wo sind die??? Also weiter zum „Braunen Hirsch“ – und von da die Uhren geholt. Bei Walter und Domi komme ich schon mit 30 Minuten Verspätung – und diesen Rückstand hab ich auch noch in Liebenau – wo ich Flo hole. Trotzdem sind wir um 14:58 im Spielsaal in Gamlitz!

Brett 8: Unser Manuel hat keinen Gegner – eine Frechheit – zu faul um anzurufen – dafür muss Manuel seinen ganzen Nachmittag opfern! Aber ein Punkt!

Brett 2: Walter spielt gegen einen alten Bekannten – Steinacher Hermann (1775). Er übersteht die Eröffnung und kommt mit den schwarzen Steinen zu einem ausgeglichenen Mittelspiel. Damit ist er zufrieden, bietet Remis – und der Gegner nimmt an.

Brett 4: Felix spielt gegen Korn Johann (1827) – im ausgeglichenen Mittelspiel macht er aber einen Fehler, das kostet die Qualität – und das spielt sein Gegner sicher zum Sieg.

Brett 6: Domi bekommt Deu Herbert (1674) als Gegner. Im Mittelspiel übersieht Domi einen Sturm auf seinen König – er wollte selber am Damenflügel aktiv werden. Durch ein Läuferopfer ist sein König ohne Schutz – und Dame, Turm, Springer und Bauer greifen an. Eine Figur nach der anderen muss geopfert werden – um Matt zu verhindern! Wie er seinen Kopf da noch aus der Schlinge gebracht hat – das ist mir ein Rätsel! Aber nach einigen Zügen haben beide Spieler eine Dame, 5 Bauern – und Domi noch einen Läufer – und er gewinnt!

Brett 7: Ich spiele gegen Steiner Magdalena (1585). Diesmal komme ich gut ins Mittelspiel. Dann bringen mich aber die Partie von Domi und die falsche Aufstellung des Gegners aus dem Gleichgewicht. Im Endspiel kämpfe ich mit 3 gegen 5 Bauern – plus die Damen. Normal eine verlorene Partie – aber der gegnerische König steht blockiert von seinem Doppelbauer auf der h-Linie. Meine Gegnerin lehnt mein Remisangebot ab, sie will gewinnen. Zwei Züge später „vergisst“ sie die Mattdrohung – und verliert!

Brett 3: Florian hat gegen Steiner Peter Philipp (1824) eine gute Eröffnung erwischt. Er verhindert die Rochade seines Gegners – und findet dann einen tollen Angriff auf den König. Das kostet dem Gegner die Qualität – und zusätzlich einen schutzlosen König. Das spielt Flo sicher zum Sieg!

Brett 1: Alexander kommt gegen Korn Andreas (1971) in ein offenes Mittelspiel. Beide haben zwei Türme und Dame, Alexander mit Springer, sein Gegner mit Läufer. Im richtigen Moment bietet Alexander Remis – sein Gegner nimmt an. (In der Analyse kann Alexander die Partie nicht halten!)

Brett 5: Ferdl kämpft gegen Lechner Gernot (1701). Eine sehr ausgeglichene Partie. Im Endspiel wird es noch einmal richtig spannend – kann vielleicht doch einer der Spieler (beide mit Läufer und Bauern) siegen? Nein, es wird trotz gleicher Läufer ein klares Remis.

Ein klarer Sieg für uns – 5½:2½. Damit haben wir unseren Auftrag doch erfüllt – unseren Kapitano stolz gemacht!

3 Gedanken zu „Kreisliga Süd: Gleisdorf – Pinggau/Friedberg

  1. tolles Kommentar, aber ich muss berichtigen.

    a) mein Gegner hat Remis angeboten
    b) ja, in einer Variante war ich kaputt
    c) in der Alternativvariante war es remis

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