Landesliga: Gleisdorf – Leoben

Im ersten Heimspiel der Frühjahrssaison gab es für beide Mannschaften nur ein Ziel – mit einem Sieg an der Tabellenspitze dranzubleiben. Wir waren gegen einen sehr stark aufgestellten Gegner zwar Außenseiter, aber es sind ja auch schon Favoriten gestolpert.

Brett 1: IM Tamás Horvath (2394) – GM David Shengelia (2532)
Tamás gelang gegen seinen großmeisterlichen Gegner ein sehr feiner Sizilianer. Dank eines gegnerischen Turms auf Abwegen, Raumvorteil und der besseren Entwicklung hatte er eine hervorragende Stellung, die er mit einem erfolgreichen Königsangriff zum ganzen Punkt verwerten konnte.

Brett 2: IM Robert Kreisl (2420) – FM Robert Perhinig (2233)
Eine sehr abwechslungsreiche Partie gab es auf Brett 2 zu sehen. Robert Kreisl kam sehr gut aus der Eröffnung, konnte die optisch sehr aktive Stellung allerdings nicht zu einem konkreten Stellungsvorteil ausbauen. Robert Perhinig verteidigte sich zuerst zäh, um dann mit einem Bauernopfer, das Weiß nicht annahm, zu Gegenspiel zu kommen. In Zeitnot konnte er zwei Ungenauigkeiten seines Gegners ausnutzen und erreichte ein gewonnenes Turmendspiel mit zwei Mehrbauern. Im Endspiel unterliefen ihm nun wieder ein paar Ungenauigkeiten, wonach sich wieder einmal die alte Weisheit bewies, dass alle Turmendspiele remis sind.

Brett 3: Martin Walzl (2080) – FM Marco Dietmayer-Kraeutler (2237)
Martin hatte diesmal keinen anstrengenden Tag und nahm das Remisangebot seines Gegners schon nach wenigen Zügen an.

Brett 4: NM Karl-Heinz Schein (2183) – MK Walter Ebner (2068)
Walter kam nach einer ungenauen Eröffnungsbehandlung stark unter Druck und opferte eine Figur, mit der Hoffnung auf Befreiung und Gegenspiel. Allerdings blieb es bei der Hoffnung und sein Gegner spielte die Mehrfigur sicher nach Hause.

Brett 5: Thomas Sonnberger (2131) – Manfred Mussnig (2133)
Sonny erreichte eine angenehme Stellung mit dem Läuferpaar. Nach dem Tausch aller Schwerfiguren hatte er im Endspiel eine gefährliche Bauermehrheit am Damenflügel – mit dem angenehmen Nebeneffekt, dass sein Gegner kein Gegenspiel hatte. Die Passivität wurde dem Schwarzen letztendlich zum Verhängnis und der Versuch am Königsflügel zu kontern, hatte nur den Effekt, dass die Partie noch schneller zu Ende ging.

Brett 6: Christoph Wurm (2077) – Michael Missethan (1978)
Nach einer sehr unkonventionellen Weißeröffnung gegen Caro-Kann tat sich Mikey sehr schwer einen Plan zu finden. Er verbrauchte viel Zeit und wurde schließlich das Opfer eines schön vorgetragenen Königsangriffs.

Brett 7: Maximilian Ofner (2121) – Hermann Strallhofer (2034)
Mäx konnte diesmal mit Weiß keinen Vorteil aus der Eröffnung holen und hatte lange Zeit mit einem schlechten weißfeldrigen Läufer zu kämpfen. Die Partie endete noch kurz vor dem 40. Zug mit einem Remis.

Brett 8: Herbert Gölles (1721) – Robert Rauchlahner (1854)
Herbert hatte zunächst eine zumindest auf den ersten Eindruck unangenehme Stellung. Sein Gegner tauschte allerdings etwas unglücklich die Figuren ab und landete in einem schlechten Endspiel, das Herbert zum ganzen Punkt verwerten konnte.

Das ergab in Summe einen doch etwas überraschenden 4½:3½ Sieg für Gleisdorf. Nun ist das Abstiegsgespenst wohl endgültig verscheucht und wir werden versuchen, in den restlichen Runden unseren Platz unter den ersten Drei zu verteidigen.

3 Gedanken zu „Landesliga: Gleisdorf – Leoben

  1. Ein sensationelles Ergebnis. Herzlichste Gratulation an die Mannschaft. Leider habe ich die Veranstaltung zu früh verlassen. Danke Martin auch für den umfangreichen und so schnellen Bericht.

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