Kreisliga Süd: Gleisdorf – Gamlitz

In Runde 7 der Südliga hatten wir die Mannschaft aus Gamlitz bei uns zu Gast. Trotz des Status als klarer Außenseiter hofften wir auf eine Überraschung.

Brett 1: Thomas Manhardt (2198) – Tomislav Gruskovnjak (2327)

Für unseren Gast läuft es zurzeit einfach nicht nach Wunsch. Sein Fazit des Schachnachmittags war leider wie schon so häufig in dieser Saison: bessere Stellung vergeben und verloren. Aber Kopf hoch, auf eine schlechte Phase, kommt stets eine gute.

Brett 2: Richard Singer (2222) – Maximilian Ofner (2121)

Auch unserem Youngster erging es nicht viel besser. Ein Angriff des Gegners am Damenflügel kostete ihm die Qualität. Danach versuchte er mit Hilfe eines Figurenopfers einen Mattangriff zu starten. Doch sein Gegenüber nahm das Opfer nicht an und spielte danach die schon vorhin gewonnene Qualität sicher zum Sieg nach Hause.

2014_02_01_bild6

Brett 3: Martin Knoll (2032) – August Benedikt (2040)

Unser Captain landete relativ rasch in einem verlorenen Endspiel, indem sein Kontrahent einige Mal es verabsäumte den Todesstoß zu setzen. Als letzte Chance opferte Martin eine Figur für zwei Bauern. Denn plötzlich gingen dem Gamlitzer schön langsam die Bauern aus, hatte er doch nur noch einen dieser. Nachdem sein Gegner auch noch seinen aktiven Turm tauschte war die entstandene Stellung: jeweils einen Springer und einen a-Bauern und Schwarz noch zusätzlich einen „falschen“ Läufer. Hier gewann der Schwarze geschickt den letzten weißen Bauern und so musste Knolli seinen Springer für den schwarzen Bauern geben. Nun galt es also mit Läufer und Springer Matt zu setzten. An dieser Aufgabe scheiterte jedoch der Schwarze, womit sich Knolli noch über einen sehr schmeichelhaften halben Punkt freuen konnte. Nach der Partie gab es dann noch einen Rüffel von Herrn M. O.: „Du spielst immer so schnell und dann landest in einem total kaputten Endspiel.“ Leider muss auch der Berichterstatter sich dieser Meinung anschließen, doch zumindest das Ergebnis gab unserem Mannschaftsführer recht.

Brett 4: Erhard Zirngast (1931) – Werner Sailer (1863)

Unser „Boss“ gestaltete sein Comeback äußerst erfolgreich. Noch in der Eröffnung opferte er eine Figur und landete in folgender interessant und höchst komplizierten Stellung:

2014_02_01_bild11

Hier überlegte Weiß (am Zug) über eine Stunde und fand mit d5 auch den besten Zug. Mit der danach nur noch knappen Bedenkzeit hatte er jedoch keine Chance die Stellung zu halten. Als Werner dann mit einem schönen Turmopfer den Todesstoß setze, fiel Weiß zu allen Überfluss auch noch die Klappe. Somit durfte man Werner zu einem sehr feinen Sieg gratulieren.

2014_02_01_bild5

Anmerkung: Auch wenn die Kleidung des Weiß Spielenden vermuten lässt, dass die Heizung im Turniersaal ausgefallen war, war dies nicht der Fall.

Brett 5: Florian Bloder (1855) – Bernd Thalmaier (1944)

Diesmal verdeckte sich hinter dem Namen „Florian Bloder“ tatsächlich der ältere der beiden Bloder-Brothers. Nach einer beidseitigen soliden Eröffnung wiederholten die beiden Protagonisten die Züge und teilten sich so den Punkt.

2014_02_01_bild1

Brett 6: Markus Nowrouzi (1904) – Dominik Prem (1685)

Domi trickste ein wenig in der Eröffnung und kam so zu folgender Stellung:

2014_02_01_bild7

Dies kommentierte M. O. mit einem Blick auf Brett 3: „Schwer zu sagen, wer von den beiden schlechter steht.“ Doch auch hier sollte das Ergebnis dasselbe sein, denn Domi gelang es aufgrund der Planlosigkeit des Gegners sich ein wenig zu befreien. So einigten sich die beiden dann in nicht mehr ganz so klarer Stellung auf ein Remis.

2014_02_01_bild4

Brett 7: Franz Amtmann (1663) – Helmut Meixner (1971)

Als zu groß erwies sich hier der Elounterschied. Franz hatte leider überhaupt keine Chance und verlor rasch eine Figur und daraufhin auch bald die Partie.

2014_02_01_bild3

Brett 8: Pascal Pittino (1395) – -K-

Leider scheiterten wir erneut an der Besetzung des Jugendbretts.

Abschließend mussten wir angerkennen, dass die Mannschaft aus Gamlitz an diesem Tag für uns einfach zu stark war und einen mehr als verdienten Erfolg feierte. Dieser hätte sogar, in Anbetracht der beiden glücklichen Remis auf Brett 3 und 6, noch höher ausfallen können.

Dass unsere beiden Jugendspieler Maxi und Domi an diesem Tag trotzdem noch was zum Lachen hatten, verdankten sie dem Wetter:

2014_02_01_bild10 2014_02_01_bild9

4 Gedanken zu „Kreisliga Süd: Gleisdorf – Gamlitz

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.