Landesliga: Gleisdorf – Fürstenfeld

Zum Abschluss der Herbstsaison war das erklärte Ziel, gegen Fürstenfeld 2 Punkte zu holen um mit beruhigendem Abstand von den Abstiegsplätzen überwintern zu können. Doch die Fürstenfelder Aufstellung  erinnerte in den letzten Runden an die Pralinen von Forrest Gump, man wusste vorher nie, was herauskommt. Wir hatten das Glück, Fürstenfeld nicht in der vollen Besetzung zu bekommen.

Brett 1: IM Tamás Horváth (2374) – IM Florian Pötz (2417)

Tamás gelang es wieder einmal zu beweisen, dass er Sizilianisch (übrigens mit beiden Farben) ausgezeichnet zu behandeln weiß. Im Mittelspiel setzte er seinen Gegner unter Druck und konnte 2 Figuren für einen Turm gewinnen. Diesen Vorteil verwertete er souverän zum Sieg.

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Brett 2: Georg Radnetter (2256) – Martin Walzl (2141)

Martin kam in seiner 4. Schwarzpartie in Folge schlecht aus der Eröffnung, nachdem er 2 Tempi verschenkte. Sein Gegner erreichte dadurch eine hervorragende Stellung, entschloss sich aber wahrscheinlich etwas voreilig zu forcieren. Es ergab sich eine interessante Stellung mit beiderseitigen Chancen, in der Weiß Turm und 2 Bauern gegen Läufer und Springer hatte, in der wahrscheinlich jeder Gewinnversuch (für beide Seiten) großes Verlustrisiko bedeutete. Das logische Ergebnis – Remis.

Brett 3: Walter Ebner (2102) – Stefan Hatzl (2175)

Walter erreichte in seiner Lieblingseröffnung eine schöne Stellung, die in  einer kombinatorischen Abwicklung endete, aus der Walter mit einem Mehrturm herauskam. Damit gelang ihm der erste Sieg in dieser Saison.

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Brett 4: Posch Siegfried (2074) – Thomas Sonnberger (2126)

Sonny erreichte mit Schwarz bald eine angenehme Stellung. Als sich dann ein schwarzer Springer auf d3 einnistete und ein schwarzer Turm auf der 2. Reihe sein Unwesen trieb, war es nur mehr notwendig, die weißen „im-Trüben-fischen-Versuche“ abzuwehren und den Punkt sicherzustellen.

Brett 5: Michael Missethan (1971) – Michael Tölly (1795)

Im Duell um den stärksten Michael an diesem Tag hatte der Fürstenfelder Spieler die Nase vorne. Die schlechte schwarze Bauernstellung wurde durch das Läuferpaar mehr als kompensiert und das Endspiel war eine sichere Beute des Schwarzen.

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Marillenpago mit Leitungswasser auf 0,5
Marillenpago mit Leitungswasser auf 0,5

Brett 6: Hadl Johann (1866) – Walter Wallner (2012)

Zwischen den beiden Kontrahenten entwickelte sich eine langwierige Positionspartie, in der der Berichtsschreiber zuerst die weiße Seite bevorzugte. Nach dem Datentausch konnte Walter seine Stellung allerdings konsolidieren und im entstandenen Endspiel gab es für keine Seite Gewinnmöglichkeiten.

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Brett 7: Ofner Maximilian (2064) – unbesetzt

Der schnellste Punkt des Tages und eine gratis 1:0 Führung für uns.

Brett 8: Kahr Christian (1551) – Gölles Herbert (0)

In einer lange gleichstehenden Partie gelang es Herbert, in der  Zeitnotphase 2 Bauern zu gewinnen, die er im Turmendspiel sicher zum Sieg verwertete.

Das ergab in Summe einen in dieser Höhe nicht zu erwartenden 6:2 Sieg für Gleisdorf und somit einen soliden Mittelfeldplatz nach der Herbstsaison.

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3 Gedanken zu „Landesliga: Gleisdorf – Fürstenfeld

  1. Wieder ein toller und aktueller Bericht. Nachdem ich die Live-Begegnung verabsäumt habe, ist es umso interessanter die Beiträge zu lesen. Nach mehreren Schiübertragungen mit Hans Knaus als Kommentar sind solche journalistische Beiträge eine Wohltat.
    Gratulation natürlich an die Mannschaft.

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