Kreisliga Süd: Leibnitz – Gleisdorf

In der vierten Runde musste unser Team den schweren Gang zum Tabellenführer und Aufstiegsfavoriten aus Leibnitz antreten. Da auch unsere Mannschaft in dieser Saison noch ohne Punkteverlust geblieben war und auf Platz zwei rangierte, verdiente sich diese Begegnung durchaus das Wort „Spitzenspiel“.

Doch schon bevor die Partien gestartet wurden, mussten wir gleich zwei Rückschläge verkraften.  Zuerst meldete sich am Freitagabend unserer Captain Martin Knoll krank. Der zweite „Schock“ folgte dann kurz vor Spielbeginn: Die Spieler aus Leibnitz machten uns aufmerksam, dass unsere Aufstellung nicht den Regel entspricht. Thomas Sonnberger war nämlich nach seinen drei Einsätzen in der Landesliga plus einen in der Bundesliga nicht mehr spielberechtigt. Natürlich konnte für ihn auf die Schnelle kein Ersatz gefunden werden, womit wir auch noch ein Brett freilassen mussten. Doch trotz dieser Missgeschicke und dem scheinbar übermächtigen Gegner ging unser Team hoch motiviert an den Start:

2013_11_30_bild7

Brett 1: GM Markus Ragger (2642) – Martin Christian Huber (2248)

Martin zeigte in dieser Partie wieder einmal was für ein unglaubliches Potenzial in ihm steckt. Er konnte Österreichs Nummer eins absolut Paroli bieten und hielt die Partie lange im Gleichgewicht. In einem Endspiel Turm + Springer gegen Turm + Läufer und nur noch Bauern auf einem Flügel schien für unseren Jugendspieler ein Remis durchaus im Bereich des Möglichen. Schließlich zeigte dann Ragger seine Klasse und gewann doch noch nach hartem fünfstündigem Kampf.

2013_11_30_bild2

Brett 2: Thomas Manhardt (2199) – IM Miran Zupe (2323)

Unser Gastspieler kam vielversprechend aus der Eröffnung heraus. Danach wendete sich das Blatt immer mehr, bis sich der Weiße seinem Gegner beugen musste.

2013_11_30_thomas

Brett 3: FM Leo Weiss (2113) – Maximilian Ofner (2097)

Unser Youngstar verschlief ein wenig die Eröffnung, doch im Mittelspiel verbesserte er seine Stellung relativ rasch und konnte sich bald einen Mehrbauern sichern. Im Endspiel bildete er dann auch noch eine Bauernwalze, die unaufhaltbar den ganzen Punkt holte. Die Bilanz von Maxi lautet somit: Zweiter Einsatz, zweiter FM, zweiter Sieg.

2013_11_30_bild6

Brett 4: Martin Knoll (2047) – Kratschmer Heinz (2068)

Martin musste aufgrund unseres Aufstellungsfehlers als Strohmensch dienen, also 0-1K.

Brett 5: Martin Ranegger (2084) – Michael Missethan (1961)

Nach der Eröffnung gelangten wir in eine unklare Stellung, die praktisch gesehen leicht besser für meinen Gegner war, da er Angriffschancen auf meinen König hatte. Doch so wirklich Zwingendes schaute dabei nicht heraus. Er konnte zwar schließlich einen Bauern gewinnen, aber das entstandene Damenendspiel hielt ich relativ locker Remis.

Brett 6: David Kozomara (1941) – Gerhard Kubik (2029)

Nach gelungener Eröffnung wurde unser sympathischer Gastspieler immer mehr in die Defensive gedrängt. Schließlich landete er im Doppelturmendspiel mit einigen Bauernschwächen, indem der Weg zu einem möglichen Remis sehr lange schien. Doch plötzlich wendete sich das Blatt schlagartig, da David mit einer taktischen Finte einen Turm gewinnen konnte. Diesen Vorteil spielte er dann auch souverän zu einem in diesem Endspiel nie für möglich gehaltenen Sieg.

2013_11_30_bild5

 Brett 7: Wolfgang Polz (1989) – Franz Amtmann (1686)

Für Franz, der kurzfristig für Martin eingesprungen war, erwies sich der Gegner als eine Nummer zu groß. Ohne große Chancen musste er sich geschlagen geben.

2013_11_30_bild1

Brett 8: Herbert Gölles (0) – Nidshat Farajov (1494)

Auch diese Partie wurde vom Weißen nach Belieben dominiert. Mit einem schönen Angriff konnte Herbert relativ rasch unseren ersten Punkt an diesem Tag holen.

Diese Ergebnisse ergaben schließlich eine knappe 3½:4½ Niederlage. Mit ein wenig mehr Spielglück wäre durchaus ein Punktegewinn möglich gewesen. Trotzdem konnten wir erhobenen Hauptes die Heimreise antreten, immerhin hielten wir mit einem von der Papierform deutlich stärkeren Gegner absolut mit und das obwohl wir ersatzgeschwächt in die Begegnung gehen mussten.

2013_11_30_bild3

4 Gedanken zu „Kreisliga Süd: Leibnitz – Gleisdorf

  1. ..den Aufstellungsfehler-Fehler nehme ich voll und ganz auf meine Kappe, tut Leid, dafür steht eine Runde Bier,Frucade oder Eierlikör beim nächsten Spiel für meine Truppe!!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.