Kreisliga Süd: Gleisdorf – Söchau

Zum Abschluss der Herbstsaison gastierte die Mannschaft aus Söchau in Gleisdorf. In Anbetracht des Tabellenstandes waren wir als Dritter gegenüber der Gastmannschaft, die sich auf Rang sechs befand, zu favorisieren.

Unser Non-playing Captain Martin Knoll baute die Mannschaft diesmal ein wenig um und so wurde gegenüber unserem letzten Auftreten in Leibnitz gleich mehr als die halbe Mannschaft ausgetauscht. Er setzte diesmal ganz auf das Motto „Der Jugend eine Chance geben“, immerhin lag unser Durchschnittsalter bei knapp 23 Jahren. Die Umstellungen wurden auch zum Teil notwendig, da einige unserer Spieler aufgrund zu vieler Landesligaeinsätze nicht mehr spielberechtigt waren.

Brett 1: Thomas Manhardt (2199) – IM Imre Horvath (2246)

Thomas, zu Letzt laut eigener Angaben ein wenig in einer Formkrise, spielte sich den Frust von der Seele.  Schon nach wenigen Zügen heimste er zwei Bauern ein und startete zudem einen schönen Angriff. Auch wenn dieser noch kein Matt brachte, sicherte er sich vier Bauern, drei davon als verbundene Freibauern, für die Qualität. Diesen Vorteil verwertete er relativ rasch zum Gewinn. Ohne Zweifel, die Partie des Tages.

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Brett 2: Michael Dimitriadis (2053) – Maximilian Ofner (2097)

Unser Jugendspieler, der bis dahin noch eine blütenweiße Weste in dieser Südliga-Saison hatte, kam diesmal nie so richtig in Fahrt. Der Söchauer spielte sehr solide und so hielt sich die Partie immer im Gleichgewicht. Im Endspiel probierten beide noch ein wenig, doch aufgrund der symmetrischen Bauernstellung kam es zum logischen Remis.

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Brett 3: David Kozomara (1941) – Walter Kremshofer (1969)

Unser Gastspieler, der sich zurzeit in bestechender Form befindet, kam auch diesmal sehr vielversprechend aus der Eröffnung. Doch den minimalen Vorteil in etwas Zählbares umzusetzen erwies sich als äußerst zäh. Schließlich landete er in einem Endspiel mit D+S gegen D+L. Hier agierte der Schwarze ein wenig unglücklich und so konnte David mit der Dame in die schwarze Stellung entscheidend eindringen. Somit hält er nach vier Einsätzen noch immer bei 100%. Nur weiter so.

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Brett 4: Walter Sepetavc (1863) – Robert Trummer (1893)

Bei Robert spielte sich wie zu meist die Partie nicht am Brett sondern auf der Uhr ab. Und so waren die ersten beiden Stunden dieser Partie relativ schnell zusammengefasst: Robert dachte nach, überlegte und rechnete, nur eines machte er nicht: Züge. Und so hatte er nach 18 Zügen noch gut zwei Minuten auf der Uhr. So dauerte es auch nicht mehr lange bis das eintrat, was in der Zeitnot meistens kommt: Ein grober Fehlzug, welcher diesmal in Form eines einzügigen Dameneinsteller geschah. Dies alles mag dem Berichteleser ja ein wenig bekannt vorkommen, doch die wirkliche Überraschung war, dass nicht Robert diesen Fehler beging, sondern sein Gegner mit knapp einer Stunde Bedenkzeit. Zusammenfassend also ein etwas schmeichelhafter Sieg.

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Brett 5: Florian Bloder (1857) – Franz Moik (1887)

Der Mannschaftsführer der Söchauer machte von Anfang an mächtig Druck, sodass Flo seine Figuren nie richtig ins Spiel bringen konnte. Im Mittelspiel wurden dann sogar einmal alle seine Figuren auf die Grundreihe zurückgedrängt. Florian versuchte dann zwar noch ein wenig zu tricksen, doch schließlich konnte der Schwarze seine Aktivität in einen Materialvorsprung und später in den Sieg ummünzen.

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Brett 6: Oskar Schellnast (1828) – Felix Bloder (1737)

Auch dem zweiten der Bloder-Brothers erging es nicht viel besser. Schon in der Eröffnung wurde Felix ausgetrickst und so geriet auch er immer mehr unter Druck. Der Weiße konnte dann mit seinen beiden Türmen die siebte Reihe erobern, was schließlich den ganzen Punkt sicherte.

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Brett 7: Dominik Prem (1683) – Karl Paulitsch (1763)

Domi „Remisschieber“ Prem wählte eine aggressive Eröffnung und nach ein paar ungenauen Zügen seines Gegenübers stand er sehr vielsprechend. Die weißen Schwerfiguren richteten sich sehr schön gegen den noch immer in der Mitte platzierten schwarzen König. Auch eine mögliche Rochade hätte dieses Problem nicht gelöst, da die Bauern dem König danach genauso wenig Schutz geboten hätten. Doch was dann geschah, ist eigentlich nicht in Worte zu fassen: Domi, normalerweise ein begnadeter Angriffsspieler, bot Remis, welches der Gegner auch dankend annahm. Und so blieb für Domi als einziger positiver Lichtblick in dieser Woche, dass das Koalitionsabkommen der neuen Regierung keine Remissteuer enthält. Ansonsten wäre das Schachspielen für ihn in Zukunft ein äußerst teurer Spaß.

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Brett 8: -K- – Manuel Kulmer (1259)

Manuel durfte sein Können leider nicht unter Beweis stellen.

Alles in allem ergab das einen verdienten 5:3-Sieg. Somit konnten wir uns im oberen Tabellendrittel festsetzen. Wir beenden die Herbstsaison damit mit starken acht von möglichen zehn Punkten. Herausragende Punktesammler waren dabei David Kozomara und Herbert Gölles mit jeweils vier Siegen aus ebenso vielen Spielen. Im Frühjahr geht es dann am 11. Jänner mit dem schweren Auswärtsspiel in Bärnbach weiter.

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