Landesliga: Styria Graz – Gleisdorf

In der vierten Runde erwartete uns mit Styria Graz ein Gegner auf Augenhöhe. Schon im Vorhinein war klar, dass es dementsprechend eng hergehen werde. So folgte ein spannendes, hart umkämpftes Match.

Brett 1: David Wertjanz (ELO int.: 2267) – FM Sandor Horvath (2270)

Es wurde viel Zeit in die Eröffnung investiert, doch keiner der beiden Kontrahenten vermochte etwas Zählbares herauszuholen. Lange schien die Stellung etwas unklar zu sein, aber als sich die beiden in einem Endspiel mit ungleichfärbigen Läufern wiederfanden, war das Remis unabdingbar.

Brett 2: FM Mag. Robert Perhinig (2241) – MK Mag. Thomas Manhardt (2199)

Eindeutig die Entscheidungspartie an diesem Nachmittag. Anfangs verlief die Begegnung ganz im Sinne des Weißen, doch Thomas konnte die Partie im Mittelspiel umkehren. Daraus resultierte eine sehr komplizierte Stellung, die wohl gewonnen für  Schwarz ist. Einziges Malum aus der Sicht von Styria: Die Zeitnotphase, in der sich Thomas befand. Und so wurde das Match ein weiteres Mal gedreht, nämlich im letzten Zug vor der Zeitkontrolle. Schlussendlich ließ sich Robert den Sieg dann nicht mehr entgehen. Ein wichtiger Punkt, wie sich später herausstellen sollte.

Brett 3: Christian Pirker (2193) – Martin Walzl (2141)

Auch in dieser Partie gefiel dem Berichteschreiber zuerst die Stellung des Gleisdorfers. Nach und nach verbesserte der Grazer jedoch seine Stellung, weshalb es für Martin immer kritischer wurde. Zum Schluss blieb ihm nicht mehr als ein Turmendspiel mit Minusbauer, dass Weiß aufgrund seiner Aktivität recht souverän gewann.

Brett 4: MK Walter Ebner (2102) – Siegfried Rohler (2184)

Im frühen Stadium der Partie bekam Walter eine Figur für drei Bauern. Diese Materialverteilung zog sich dann durch das ganze Match, aber da Walter leider ein paar genauere Züge versäumt hatte, endeten die beiden in einem Endspiel mit zwei Bauern + Läufer gegen fünf Bauern. Nicht ganz so klar für mich, schließlich einigten sie sich jedoch in einer forcierten Remisstellung auf Unentschieden.

Brett 5: Thomas Matosec (2101) – Thomas Sonnberger (2126)

Sonny trickste ein wenig, aber sein Gegenüber konnte die Abwicklung in eine +5 Stellung nicht finden. So befand sich die Partie in Remisbreite und ging dann in ein Endspiel mit ungleichfärbigen Läufern und Türmen über. Dort stellte Sonny seinen Gegner noch vor einige Probleme, aber der Weiße blieb cool und ließ sich die Punkteteilung nicht nehmen.

Brett 6: Martin Knoll (2084) – Robert Legenstein (2043)

Martin spiele wieder einmal eine Teufel-komm-raus-Eröffnung, die gar nicht so schlecht ausschaute. Als die Welt noch in Ordnung war, besann er sich eine Figur zu opfern. Ein kleiner Rechenfehler bescherte ihm jedoch leider ein verlorenes Endspiel mit einer Figur weniger, das der Schwarze dann sicher nach Hause spielte.

Brett 7: David Kozomara (1938) – Maximilian Ofner (2064)

Nach viermal weiß, endlich wieder einmal schwarz. Diese Partie legte ich etwas aggressiv an und beantwortete die große Rochade von David mit der Kleinen. So ging es nur mehr darum, wer zuerst etwas aus seinem Angriff herausholen konnte. Nachdem ich am Damenflügel offene Linien für meine Türme bekommen hatte, kam der Weiße immer mehr ins Hintertreffen, wehrte sich aber zäh. Ein kleiner Fehler des Grazers in Zeitnot erleichterte mir dann aber die Sache und so konnte ich den Vorteil in einen Sieg umwandeln.

Brett 8: Herbert Gölles – Venla Lymysalo (1611)

Wie immer agierte Herbert mit aller Ruhe der Welt und tauschte bereits sehr früh Turm und Bauern, gegen zwei Figuren. Immer mehr  verbesserte er seine Stellung und konnte den Vorteil in eine Mehrfigur umwandeln. Eiskalt nutzte er mit Hilfe dieser Figur dann die schlechte, schwarze Königsstellung aus, um die Dame zu gewinnen. Starke Partie, Gratuliere!

Summa summarum bedeutet das einen 4½:3½ Sieg! Nach dem zweiten Sieg in vier Runden befinden wir uns im Mittelfeld der Landesliga. Tabellenführer ist nach wie vor Feldbach, bereits mit zwei Matchpunkten Vorsprung.

4 Gedanken zu „Landesliga: Styria Graz – Gleisdorf

  1. Toller Bericht Maxi! Die organisatorischen Probleme waren aber nicht der Grund für meine Niederlage. Das lag daran, dass ich in der Stellung übertrieben habe, weil ich nicht in ein völlig ausgelichenes Doppelturmendspiel abgewickelt habe sondern auf Gewinn spielen wollte.

  2. Toller Bericht Maxi für eine tolle Leistung. Gratulation an die Mannschaft zum sehr wichtigen Teamerfolg. Natürlich auch an die Einzelspieler für die erwähnten Leistungen. Unser Kapitän war wohl durch unverschuldete organisatorische Probleme durch die Änderung des Spiellokals seitens Styria etwas gehandicapt.

  3. Gratulation an die ganze Mannschaft zu diesem wichtigen Sieg. Ein Sonderlob geht an den Berichterstatter, der gleichzeitig unser fleißigster Punktesammler (3½/4) ist.

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