Kreisliga Süd: Gleisdorf – Stainz

In der zehnten und vorletzten Runde ging es für unser Team auf der Mission „Meistertitel“ gegen die Mannschaft aus Stainz. Nach Problemen beim Finden des Spiellokals konnten die Begegnungen etwas später aber doch gespielt werden:

Brett 1: Thomas Manhardt – Alois Teuschler (1994)

Eine „coole“ und abwechslungsreiche Partie spielte wieder einmal unser Kreisgastspieler. Zuerst gewann er einen Bauern, danach musste er aber die Qualität geben. Allerdings schienen drei Freibauern am Königsflügel dafür genügend Kompensation zu sein. Doch indem sein Gegner sich ebenso drei Freibauern am Damenflügel verschaffte, kippte die Partie immer mehr. Wer hier jedoch an eine Vorentscheidung dachte, lag erneut falsch, denn Thomas gelang es, einen seinen Bauern zur Dame umzuwandeln, während die Bauern des Gegners noch weit entfernt von den Umwandlungsfeldern waren. In der danach noch immer schwierigen Stellung mit zwei Damen gegen Dame und Turm und jeweils fünf Minuten auf der Uhr schaffte Thomas es, die Dauerschachdrohungen des Gegners im Keim zu ersticken, sodass er als Sieger aus dieser langen Partie hervorging. Damit feierte Thomas den siebenten Sieg in Folge für unsere Mannschaft und eine Eloperformance von 2448 unterstreicht seine unglaublich starke Saison.

Brett 2: Martin Walzl – Erwin Kokoschinek (1936)

Martin spielte gegen den auch während der Partie äußerst kommunikativen Slowenen eine solide Partie. Bald erreichte er mit Schwarz Ausgleich und eine aussichtsreiche Stellung. Doch danach wurde es laut im Turniersaal, da sich sein Gegner über einen „Überseher“ ärgerte, der die Partie sofort zu Martins Gunsten entschied.

Brett 3: Walter Ebner – Ernst Sackl (1883)

Walters Partie konnte man eindeutig in die Rubrik „Genussschach“ einordnen. Zuerst gewann er einen Bauern, danach eine Figur und als ein weiterer Materialverlust nicht mehr abwendbar war, strich sein Gegner die Segel.

Brett 4: Martin Knoll – Werner Krobath (1926)

Die Begegnung war erst wenige Minuten alt, da ging schon das erste Raunen durch den Saal. Martin bot, in der Absicht um vier Uhr den Fußballschlager Hirnsdorf – Arzberg zu bewundern, Remis. Dieses nahm sein Gegner auch blitzartig an.

Brett 5: Robert Trummer – Ernst Gutschi (1736)

Unser zukünftiger Lehrer begann seine Partie sehr ambitioniert. Mit den weißen Steinen erspielte er sich eine aussichtsreiche Stellung und es schien nur noch eine Frage der Zeit bis er den ganzen Punkt einfährt. Doch eine Unachtsamkeit seinerseits stellte den Partieverlauf völlig auf den Kopf. Plötzlich fand er sich in einem aussichtslosen Endspiel. Hier versuchte er noch einmal alles, doch am Ende musste er sich geschlagen geben.

Brett 6: Alexander Schriebl – Guenter Farmer (1607)

Schon nach wenigen Zügen drohte unser Kreisgastspieler mit Schwarz Material zu gewinnen. Dies veranlasste seinen Gegner, unglaubliche 73 Minuten, anders gesagt 4380 Sekunden oder in Worten viertausenddreihundertachtzig Sekunden, für den nächsten Zug zu überlegen. Doch wer danach einen äußerst gefinkelten Zug erwartete, der irrte sich gewaltig, denn er entschied sich seinen König auf e2 zu postieren. Diese verfrühte Königsentwicklung führte nur drei Züge später zur Aufgabe, da er Alexanders Matt nicht mehr abwehren konnte. Die Partie dauerte so eineinhalb Stunden, und das obwohl Alexander nicht einmal fünf Minuten für seine neun Züge brauchte.

Brett 7: Michael Missethan – Peter Streibl (1526)

Mein Gegner entschied sich für einen äußerst passiven Aufbau, zudem stellte er schon in der Eröffnung einen Zentrumsbauern ein. Obwohl er freiwillig seine Königssicherheit lockerte und seine Figuren völlig unkoordiniert am Brett standen, kam er bis ins Endspiel. Hier brach allerdings die Stellung völlig zusammen, was in weiterer Folge den Verlust eines Turmes und damit der Partie bedeutete.

Brett 8: Maximilian Ofner – Maximilian Bretterklieber (1328)

Der Stainzer Jugendspieler spielte trotz des großen Elounterschieds äußerst aggressiv. Diese Spielweise konnte natürlich nicht lange gut gehen, gekonnte „konterte“ Maxi ihn aus. Nach dem Gewinn einer Leichtfigur und eines Bauern war der Rest für unseren Youngster nur noch Formsache. Damit stand der siebente Sieg im siebenten Spiel für unseren Jugendspieler fest.

Somit gewann unsere Mannschaft verdient mit 6½ : 1½ und befindet sich kurz vor dem Gewinn des Meistertitels. Ein Unentschieden gegen die letztplatzierte Mannschaft aus Pinggau-Friedberg würde in der Schlussrunde schon zum Aufstieg reichen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.