Jugendschach-Olympiade

Auch heuer versuchten einige unserer Jugendspieler ihr Glück bei der Jugendschach-Olympiade in Gratwein. Da ich großteils die Partien der U18 verfolgte, handelt der folgende Bericht auch überwiegend von dieser Gruppe. Es sollten aber natürlich auch alle anderen Jugendlichen unseres Vereines nicht unerwähnt bleiben.

Corina Knittelfelder (Mädchen U14, Platz 4)

Sarah Majkovski(Mädchen U16/18, Platz 6)

Daniel Postweiler (Burschen U10, Platz 6)

Alexander Nuster (Burschen U12, Platz 5)

André Fuchs (Burschen U13, Platz 6)

Manuel Kulmer (Burschen U16, Platz 12)

Dominik Fuchs (Burschen U16, Platz 37)

In der U18 waren folgende nicht ganz unbekannte Gesichter mit von der Partie: Ofner Maximilian (Startrang 3), Bloder Felix (Startrang 7), seit kurzem besser bekannt unter Schnider-Besieger, und Prem Dominik (Startrang 8).

1. Runde

Zum Start gibt es keine Schwierigkeiten, alle drei können ihre Partien gewinnen.

2. Runde

Felix muss sich nach einem Figureneinsteller in besserer Stellung Robert Rauchlahner (1897) geschlagen geben. Maxi gewinnt souverän, Dominik mit einigem „Luck“.

3. Runde

Domi sorgt für die erste große Überraschung des Turniers. Mit seinem aggressiven Spielstil zwingt er Bardhyl Uksini (2025) zu einigen Fehlern, welche er eiskalt ausnützt und somit seinen dritten Sieg feiert. Maxi teilt sich mit dem etwa gleich starken Stefan Kreiner (1987) die Punkte. Felix gewinnt und hat nun zwei Punkte.

4. Runde

Nun reißt auch die Siegesserie von Dominik. Er muss sich Robert Rauchlahner (1897) geschlagen geben. Maxi sorgt gegen Stefan Bortolas (1799) bei den Zusehern für einigen Nervenkitzel. Nach einem Turmeinsteller zündet er ein Feuerwerk und kann die Partie noch drehen. Felix schließt mit einem erneuten Sieg auf Domink auf.

5. Runde

Als letzter Gleisdorfer muss nun auch Maxi gegen den diesmal bärenstarken Robert Rauchlahner (1897) ran. Ihn zu besiegen gelingt auch ihm nicht, aber zumindest rettet er mit einem halben Punkt die Ehre der Gleisdorfer. Felix, nun richtig in Fahrt, zertrümmert den erstgesetzten Bardhyl Uksini(2025), der nun kaum noch Chancen auf den Turniersieg, aber dafür aber wohl wie sein Trainer einen „Gleisdorf-Komplex“ hat. Dominik gewinnt durch einen seiner bekannten „Schmähs“ eine Qualität gegen Leonardo Sichart (1622). Leider spielt er im Endspiel einen fürchterlichen „Topfen“, sodass am Ende nur ein halber Punkt übrig bleibt.

6. Runde

Lange musste man warten, aber nun gibt es das erste Gleisdorfer-Duell. Felix kann zwar Maxi die Dame abknöpfen, muss dafür aber Turm plus Leichtfigur hergeben und einen Stellungsnachteil in Kauf nehmen. In schon schwieriger Position übersieht er dann ein Matt in zwei, womit Maxi mit dem Sieg die Führung im Turnier übernehmen kann. Domi wird immer mehr zum Favoriten-Schreck, nach dem Erstgesetzten steht nun auch die Nummer 2 der Setzliste, Stefan Kreiner (1987), auf seiner Abschussliste.

7. Runde

Nach einem Mittagessen geht es weiter und jeder, der die Gleisdorfer kennt, weiß, dass sie nach dem Essen durchaus die eine oder andere Partie brauchen um wieder auf Betriebstemperatur zu sein. Dies trifft leider diesmal auf Felix zu, der gegen Stefan Kreiner (1987) sang- und klanglos untergeht. Gut dass Maxi und Domi gegeneinander spielen. Auf Brett 1 matchen sie sich länger, schließlich zeigt Maxi seine Klasse und gewinnt durch eine gute Endspielleistung. Damit marschiert er weiter in Richtung Turniersieg. Aber auch für Domi und Felix sollte noch einiges möglich sein.

8. Runde

Maxi bekommt seinen Angstgegner Leonardo Sichart (1622) zugelost. Wie erwartet entwickelt sich eine harte Partie. Trotz mehrfacher Bemühungen gelingt es ihm nicht und nicht sich einen Vorteil zu erspielen. Als er dann auch ihm Endspiel einen möglichen Figurengewinn auslässt, muss er auf Plan B umsteigen. Und dieser heißt, auf Zeit zu spielen. Wer unseren Maxi kennt, weiß, dass er mit Überlichtgeschwindigkeit (was laut Felix zwar nicht möglich sein soll, aber ich würde nicht empfehlen ihn darauf anzusprechen) die Figuren ziehen kann. Dass dabei die Figuren nicht immer nur auf einem Feld, sondern gleich auf mehreren stehen oder liegen, kann sich wohl jeder denken. Doch schließlich geht der Plan auf. Mit dem berühmten „Luck“ auf seiner Seite gewinnt er auf Klappe, wobei er nur noch einen Springer, der Gegner aber einen Springer und einen Bauern hat. Domi remisiert locker gegen Florian Penz (1886) indem er ein Dauerschach gibt. Felix erspielt sich gegen Stefan Bortolas (1799) eine Mehrqualität, kann diese aber nur zu einem Remis verwerten.

9. Runde

Maxi reicht ein kurzes Remis gegen Florian Penz (1886) um seinen Vorsprung ins Ziel zu bringen und sich zum Landesmeister zu küren. Mit einem ganzen Punkt mehr als sein nächster Verfolger Robert Rauchlahner am Ende ein ungefährdeter Sieg. Dahinter kämpfen Domi und Felix im internen Duell um weitere Topplatzierungen. Felix kann sein Nachmittags-Trauma noch immer nicht ablegen, sodass Domi das bessere Ende für sich hat. Dieser Sieg bringt ihm dank der besten Buchholz-Wertung aller Teilnehmer den dritten Endrang. Bei seiner achten und wohl letzten Teilnahme schaffte er endlich den Sprung auf das Siegerpodest. Für Felix reicht es am Ende nur zum zehnten Rang, wodurch er eindeutig unter seinem Wert geschlagen wird. Aber Kopf hoch, der nächste Sieg kommt bestimmt schneller als gedacht.

Schlussresümee: Ein Siegerfoto mit zwei Gleisdorfern gab es wohl in der Historie der Schach-Olympiade noch nicht so oft, deshalb beide Daumen nach oben und herzliche Gratulation!

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