Kreismeisterschaft Süd

Zum Auftakt des Schachjahres stand die Kreismeisterschaft in Leitersdorf am Programm. Unter den Teilnehmern befanden sich gewohnt viele Gleisdorfer, diesmal waren es acht Spieler unseres Vereines, die ihr Glück versuchten:

Maximilian Ofner (Startrang 11 von 41)

Unser Youngstar zeigte sich wie gewohnt gut in Form. Nach seinem Auftaktsieg über Simon Prato (1605) kam es zu einem spannenden Duell gegen Vereinskollegen Felix Bloder (1717). In einer hartumkämpften Partie hatte er schließlich das bessere Ende für sich. Danach musste er gegen unseren Kreisgast Thomas Manhardt (2191) antreten. In einer ausgeglichenen Stellung wagte er eine riskante Abwicklung. Diese hatte aber so seine Tücken und wenig später musste er sich geschlagen geben. In der nächsten Runde kassierte er einen Gratispunkt, ehe er in der letzten Runde gegen Reka Horvath (2064) groß aufspielte. In einer hochklassigen Partie setzte er seine Kontrahentin von Anfang an unter Druck. Im Endspiel konnte er dann seinen Vorteil zum Sieg verwerten. Der Lohn für ein starkes Turnier war der sensationelle dritte Platz, herzliche Gratulation. Sein Erfolgslauf ist sicher auf seinen Trainingsfleiß zurückzuführen. Bleibt zu hoffen, dass er auch in Zukunft so begeistert Schach spielt.

Michael Missethan (Startrang 12)

Für mich lief das Turnier durchwachsen, die beiden eloschwächeren Gegner Martin Schweiger (1593) und Manfred Sulzer (1804) wurden besiegt. Gegen die stärkeren Kontrahenten Andreas Schieder (2131) und Gerald Almer (2147) gab es weniger zu lachen. Dazu kam noch ein Gratispunkt, was schlussendlich Platz 13 in der Endabrechnung ergab.

Roland Buttenhauser (Startrang 17)

Unser Neuzugang spielte sein erstes Turnier für Gleisdorf. Er musste sich nur den beiden starken Spielern Andreas Schieder (2131) und Imre Horvath (2267) geschlagen geben. Er besiegte aber dafür Vereinskollegen Josef König (1426) und die beiden Jugendspieler Vanessa Stallinger (1553) und Michael Tölly (1689). Alles in allem ein gelungener Einstand mit Platz 16.

Franz Amtmann (Startrang 20)

Nicht so gut lief es für unseren Mannschaftsführer der 1. Klasse. Auch die Auslosung meinte es nicht gerade gut mit ihm. Zum Start musste er sich den beiden starken Spielern James Mendes (0) und Gerald Almer (2147) geschlagen geben. Danach ließ er das Turnier mit einem Sieg über Johann Konrad (1445), zwei Remis gegen Manfred Sauer (1712) und Franz Froehlich (1680) und dem 24. Rang versöhnlich ausklingen.

Felix Bloder (Startrang 21)

Ungewohnt motivierte zeigte sich unser Jugendspieler, ohne großes Überreden meldete er sich an und er sollte es keineswegs bereuen. In der ersten Runde musste er gegen den erstgesetzten Gert Schnider (2316) ran. Dieser behauptete vor der Partie noch, dass er sich einen Gegner wünschen würde, der sich zumindest ein wenig wehren würde. Felix liessen diese großspurigen Sprüche völlig kalt und spielte groß auf. Er ließ sich auf kein strategisches Geplänkel ein und ging mit einem Angriff aufs Ganze. Durch eine starke Rechenleistung und ein wenig Mithilfe seines Kontrahenten schaffte er, was niemand für möglich gehalten hatte. Er kassierte die Qualität und zwei Bauern und wenig später den ganzen Punkt ein. Die große Sensation war perfekt. Herzliche Gratulation zu dieser beeindruckenden Leistung. Durch diesen Erfolg angetrieben, zeigte er auch in den kommenden Runden starke Leistungen gegen die beiden Teamkollegen Maximilian Ofner (1956) und James Mendes (0), leider verlor er beide Male denkbar knapp. Dafür revanchierte er sich mit zwei Siegen über Martin Schweiger (1593) und Markus Hainzl (1530). Am Ende schaffte er als Zehnter verdient den Sprung in die Top-Ten und kassierte zudem den Kategoriepreis für den besten Spieler unter 1800 Elo ein. Den inoffiziellen Titel für die schönste Partie des Turniers hatte er sowieso schon nach der ersten Runde in der Tasche.

Ferdinand Krispel (Startrang 28)

Auch er spielte kein schlechtes Turnier. Stark war sein Sieg über die elostärkere Sandra Wilfling (1796), zudem besiegte er noch Andreas Lackner (1368). Besiegt wurde er nur von den elomäßig deutlich überlegenen Alois Gutmann (2044), Gerald Almer (2147) und Ernst Sackl (1890). Am Ende belegte er genau seinen Startrang.

Josef König (Startrang 37)

Keinen leichten Stand hatte unser Josef. In den ersten drei Runden gab es gegen Roland Buttenhauser (1796), Franz Froehlich (1680) und Erich Grebenar (1714) nichts zu lachen. Danach remisierte er gegen Andreas Lackner (1368) und kassierte einen Gratispunkt. Mit dem 34. Endrang konnte er sich gegenüber der Setzliste leicht verbessern.

James Mendes (Startrang 40)

Es gibt wohl kaum jemanden der kompromissloser auf das Endziel – dem Schachmatt- spielt als unser Gast aus England. Auch vor Figurenopfern oder eigene Königsschwächung schreckt er nicht zurück, um den gegnerischen König zu besiegen. Dadurch haben seine Fans, die immer mehr werden, meist sehr spannende und interessante Partien zu beobachten. Seine Gegner findet das wohl weniger lustig, denn oft haben sie das Nachsehen. So erging es Franz Amtmann (1727), Felix Bloder (1717) und Erich Grebenar (1714). Einzig Heinz Hartinger (1958) musste er sich beugen. Zudem konnte er einmal leider aufgrund einer Autopanne nicht kommen. Schließlich belegte er den guten Rang 14 und durfte sich über den Preis für den besten Spieler unter 1600 freuen.

Unerwähnt sollten auch unsere beiden sympathischen und starken Gastspieler nicht bleiben:

Thomas Manhardt (Startrang 3)

Er konnte seine gute Form auch in das diesjährige Schachjahr mitnehmen. Die ersten vier Runden konnte er allesamt gewinnen. Mit Manfred Schrank (1714), Ernst Sackl (1890), Maximilian Ofner (1956) und Andreas Schieder (2131) hatte er wenig Erbarmen. Einzig in der Schlussrunde nahm er aus taktischen Gründen das Remisangebot seines Gegenübers Erwin Nuster (2168) an. Durch diese starke Leistung erlangte er verdientermaßen den Turniersieg. Herzliche Gratulation!

Alexander Schriebl (Startrang 9)

Auch gut in Schuss zeigte sich unser zweiter Kreisgastspieler. Zuerst besiegte er Guenther Essich (1655) und Sandra Wilfling (1796), ehe er dann auch den Internationalen Meister Imre Horvath (2267) bezwang. Danach musste er sich Erwin Nuster (2168) geschlagen geben. Obwohl er leider die Schlussrunde nicht absolvieren konnte, erreichte er den guten neunten Rang.

Abschließend möchte ich dem Veranstalterverein Feldbach zu einem gelungenen Turnier gratulieren und hoffe, dass die anstehenden Meisterschaftsrunden ähnlich erfolgreich für Gleisdorf verlaufen wie dieser Wettbewerb.

Endstand:

Rg. Name Punkte Wtg1
1. MK Thomas Manhardt 4,5P 16,0
2. Erwin Nuster 4,5P 15,5
3. Maximilian Ofner 4,0P 17,0
4. Andreas Schieder 4,0P 15,5
5. IM Imre Horvath 4,0P 14,5
weiters:
9. Alexander Schriebl 3,0P 14,5
10. Felix Bloder 3,0P 14,5
13. Michael Missethan 3,0P 13,5
14. James Mendes 3,0P 13,5
16. Roland Buttenhauser 3,0P 12,5
24. Franz Amtmann 2,0P 12,0
28. Ferdinand Krispel 2,0P 11,5
34. Josef König 1,5P 10,5
41 Teilnehmer, 5 Runden

Ergebnisse: chess-results

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